Place to Escape

by Robin Hahn

Month: Mai 2015

Die letzten Tage in Thailand und der Grenzübergang nach Laos

Die Zeit in Thailand ging leider schneller vorbei als gedacht, so das ich doch ein paar Sachen aus meiner Reiseroute streichen musste. Unter anderem war das Krabi und Koh Phi Phi im Süden und im Norden wollte ich noch nach Sukhothai, Pai und den höchsten Berg Thailands Doi Inthanon (2565m) besteigen.

Chiang Mai und die Dschungeltour

Als ich mit dem Nachtzug in Chiang Mai am Bahnhof ankam, warteten dort schon wieder Leute, die Ihre Zimmer an den Mann bringen wollten. Wie immer hatte ich nicht wirklich einen Plan, wohin ich sollte. Da kam mir das genau richtig. Ich wollte ein günstiges Zimmer, am besten ohne Klima (spart zusätzlich Geld). Letztendlich bekam ich ein Zimmer für 250 THB mit eigener Toilette und Dusche. In dem Guesthouse (S.K. Guesthouse) gab es sogar einen Pool in angenehmer Größe und Tiefe. Eine willkommene Abwechslung bei der Hitze. Einziger Nachteil war, dass das Wifi nur in der Nähe der Rezeption verfügbar war. Hier hab ich dann auch gleich meine Wäsche zum waschen abgegeben (30 THB/Kg), da ich wusste, dass ich hier ein paar Tage länger bleibe. In der Regel dauert das Waschen 24 Stunden. Möchte man das es schneller geht, dann zahlt man ca. 20-30 THB je Kilogramm mehr und man kann die Wäsche nach ca. 4 Stunden wieder abholen.

Da es mit dem Fahrrad fahren bisher gut geklappt hat, hab ich mir in Chiang Mai auch wieder ein Fahrrad ausgeliehen. 40 THB pro Tag, was ein bisschen mehr als 1 Euro entspricht. An diesem Tag hab ich mir dann noch ein paar Tempel angeschaut, von denen es in Chiang Mai echt viele gibt. Mittlerweile sehen für mich alle gleich aus, weil ich schon so viele gesehen hab. Immer viel Gold und so farbenfroh. Das ist mir einfach zu kitschig. Mir reichen einfach nur alte Steine die übereinander geschichtet sind, so wie es in Ayuthaya der Fall war.

Wat Jediluang & City Pillar (4)

Wat Jediluang & City Pillar

Wat Jediluang & City Pillar

Wat Jediluang & City Pillar

Wat Jediluang & City Pillar

Wat Jediluang & City Pillar

Wat Umongmahatherachan

Wat Umongmahatherachan

Von einer Freundin aus der Heimat hab ich dann noch den Tipp bekommen, den Sunday Market in Chiang Mai zu besuchen. Glücklicherweise war an diesem Tag Sonntag. Vorher bin ich aber noch in den Park. Hier konnte ich die Einheimischen beim Tauben füttern beobachten. Ein kurzes Nachmittagsschläfchen auf einer Bank kam noch dazu.

Es war echt ein schöner Markt, man konnte dort so ziemlich alles kaufen: Schmuck, Klamotten, Taschen, Spielzeug, Insekten, Souvenirs, Salben, Essen und Trinken. Um nur einen kleinen Teil zu nennen. Der Markt erstreckte sich über eine Straße, ca. 1 km Länge, die extra gesperrt wurde. Des öfteren sah man blinde Menschen die zu der von ihnen abgespielten Musik sangen. Manche spielten aber auch komplett allein.  Selbst die Polizei hatte eine kleine Bühne aufgebaut, auf der gesungen wurde um so Geld für die Opfer des Erdbebens von Nepal zu sammeln. Ich selbst kann den Markt nur weiterempfehlen. Man kann hier einige Eindrücke sammeln und auch Souvenirs kaufen…wirklich sehenswert. Zwar sind auch viele Touristen dort, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass der Markt extra für diese war. Für mich wirkte alles authentisch. Der Markt startet am Abend und man sollte nicht allzu spät dort sein, wenn man die großen Menschenmassen meiden möchte.

Chiang Mai Sunday Market

Chiang Mai Sunday Market

Chiang Mai Sunday Market

Chiang Mai Sunday Market

Chiang Mai Sunday Market

Chiang Mai Sunday Market

Chiang Mai Sunday Market

Chiang Mai Sunday Market

Chiang Mai Sunday Market

Chiang Mai Sunday Market

Chiang Mai Sunday Market

Chiang Mai Sunday Market

Am nächsten Morgen fuhr ich die knapp 4 Kilometer mit dem Fahrrad zum Busbahnhof. Dort kaufte ich mir ein Ticket für den Bus nach Chiang Rai. Wie ich später feststellte, war das Ticket leider zu teuer bzw. geht es günstiger weil ich mir ein Ticket für den VIP Bus kaufte. Der ist doppelt so teuer (280 THB von Chiang Mai nach Chiang Rai). Dafür hatte ich einen extra breiten Sitz und mehr als genug Beinfreiheit für die ca. 3 Stunden lange Fahrt.

Nachdem ich das Fahrrad gegen Mittag zurückgebracht hatte, war ich wie so oft zu Fuß unterwegs. Ich schaute auf eine Stadtkarte, die ich irgendwo kostenlos bekommen hatte, suchte mir ein Zeil raus und lief los. Doch meistens geh ich nicht den direkten und kürzesten Weg. Oft entscheide ich spontan eine andere Straße weiter zu laufen, die mir interessanter erscheint, die etwas ab vom Schuss ist, um einfach noch mehr zu sehen und einen besseren Einblick in das Leben hier zu bekommen. Diesmal war mein Ziel der „Warorot Market“. Nachdem ich diesen gefunden hatte, war es wieder wie in einer anderen Welt. Der Markt bestand aus zwei Mehrstöckigen Gebäuden, die frei zugänglich waren. Im Kellergeschoss konnte man günstig einheimisch essen. Im Erdgeschoss wurde Essen (Fleisch, lebende Fische, Gemüse, Obst,…) und alles was zur Zubereitung nötig ist (Kräuter, Gewürze,…), verkauft. Dazu dazu kam noch Angelzubehör, Stoffe und anderer Kleinkram. In den Etagen darüber konnte man Klamotten, Rücksäcke und Schuhe kaufen. Hier hab ich nur wenig Touristen gesehen. Deswegen wurde ich teils ganz ungläubig angeschaut, doch nie unhöflich behandelt und ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, nicht willkommen zu sein. Teilweise wurde mir die Ware direkt angeboten. Doch was will ich auf meiner Reise mit einem halben Kilogramm getrockneten Chili. Am Ende kaufte ich mir ein paar Äpfel (die leider nicht saftig waren) und noch kleine Pflaumen (teilweise etwas zu sauer und noch nicht ganz reif). Bei den Pflaumen war ich mir nicht ganz sicher, ob ich die große Menge in so kurzer Zeit vertrage. Doch es ging alles gut.

Chiang Mai Warorot Market

Chiang Mai Warorot Market

Chiang Mai Warorot Market

Chiang Mai Warorot Market

Chiang Mai Warorot Market

Chiang Mai Warorot Market

Chiang Mai Warorot Market

Chiang Mai Warorot Market

Chiang Mai ist auch bekannt für die angebotenen Dschungeltouren. Das wollte ich mir natürlich auch nicht entgehen lassen. Endlich mal raus aus der Stadt und rein in die Natur. Den Trip buchte ich am gleichen Tag in einem Reisebüro (1200 THB), der am darauffolgenden beginnen sollte. Die Tour sollte 2 Tage dauern, inklusive einer Übernachtung in einer Bambushütte, eine mehrstündige Wandertour, Wildwasser Rafting und reiten auf einem Elefant. Eigentlich wollte ich nicht auf einem Elefanten reiten, da ich schon viel darüber gehört hatte, dass die Elefanten geschlagen und verletzt werden, ihnen das Essen verwehrt wird um sie gefügig zu machen. Doch anhand der Unterlagen und diversen Fragen, fand ich das richtige Angebot für mich. Dabei war mir wichtig, dass die Elefanten gut behandelt werden und ich nicht in einer Metallkonstruktion, sondern direkt auf dem Rücken der Tiere reite. Ein weiterer Punkt der mir gefiel, war mit den Tieren ins Wasser zu gehen und diese dann zu baden.

Die Wanderung war ganz ok und dauerte ca. 3 Stunden. Nicht wirklich anstrengend und meiner Meinung nach auch für Anfänger zu schaffen. Man sollte nur die Hitze vertragen und genügend zu Trinken dabei haben.

Tour

Packliste Dschungeltour

Packliste Dschungeltour

Ein weitere Minuspunkt meinerseits ist das Essen. Es schmeckte zwar, war aber für meinen Geschmack doch zu europäisch. Zum Beispiel gab es zum Frühstück Toastbrot mit Marmelade. Glücklicherweise durften wir dann auch nochmal von dem Essen der Einheimischen probieren. Das war Reis mit 2 verschiedenen Beilagen bei denen ich nicht wirklich weiß was es war. Etwas scharf, doch trotzdem lecker und viel besser als unser Frühstück. Das Dorf in dem wir schliefen war sehr klein, dadurch war es doch recht familiär. Ein paar Leute sprachen gebrochenes Englisch, das aber fü die einfache Kommunikation ausreichte. Es gab sehr viele Hunde, Hühner und natürlich Elefanten. Ebenfalls war es schön anzusehen, mit welcher Einfachheit die Kinder hier aufwachsen. Es gibt zwar Handys, aber so wie ich das mitbekommen hab, gibt es ein diesem Dorf nur eine Solarzelle mit dem die Handys geladen werden können und mit der eine Lampe vor dem Dorfladen (hauptsächlich Getränke für Touristen) betrieben wird. Die Kinder waren bereits mit einer Schnur zufrieden, die an ein Spielzeugauto gebunden war. So jagten die anderen Kinder dem Kind hinterher, dass das Auto hinter sich her zog und hatten viel Spaß dabei.

Zum deutsch sprechen kam ich hier leider auch nicht. Unsere Gruppe bestand ingesamt aus 5 Leuten. Davon einer unser Guide Gaga, 3 Franzosen und ich. Am Abend wurden wir dann noch auf thailändischen Whiskey eingeladen. Ich bin kein Whiskeytrinker, doch der war ganz ok.

Bambusdorf Bambusdorf

Das Rafting am nächsten Tag war nicht wirklich spektakulär, lag aber wahrscheinlich an der Trockenzeit und dem wenigen Wasser im Fluss. Erst ging es allmählich los, später dann doch paar kleinere Stromschnellen, bei denen uns aber immer wieder Steine die aus dem Wasser ragten, bremsten. Wirklich nass wurden wir dabei nicht. Da half am Ende nur noch ein beherzter Sprung in den Fluss, um ein wenig Abkühlung zu bekommen. Eine Einweisung bekammen wir nicht. Wir hatte aber immerhin einer Schwimmweste und einen Helm.

Zu dem Elefanten reiten kann ich nur sagen: Eine tolle Erfahrung, mir aber eindeutig zu langsam. Es war beeindruckend die Tiere im Wasser zu sehen und zu erleben. Mit welcher Leichtigkeit sie sich ins Wasser legen, so das kaum noch der Kopf rausschaut, nur noch der Rüssel durch den sie atmen. Ich hatte mich für „Jamlearn Adventure“ entschieden und war damit zufrieden.

Elefantenbaden Elefantenreiten

Am Ende muss jeder für sich selbst entscheiden, ob es für ihn in Ordnung ist oder nicht. Wenn man sich bei der Suche nach dem richtigen Angebot etwas Zeit nimmt, dann kann man sicherlich einen tollen Ausflug erleben, bei dem die Tiere zwar nicht artgerecht, aber doch fair und respektvoll behandelt werden.

Aus diesem Grund habe ich mich dagegen entschieden einen Tiger Tempel zu besuchen, in dem Touristen Tiger streicheln und sich mit ihnen fotografieren lassen können. Klar würde ich auch gerne mal einen Tiger streicheln wollen, aber das ist es mir einfach nicht wert. In freier Wildbahn kann man auch keine Tiger streicheln oder wahrscheinlich nur einmal. Genauso meide ich es, mich mit Schlangen auf den Schultern oder Tigerbabys fotografieren zu lassen. Über dieses Thema könnte man mehrere Bücher füllen, aber ich möchte jetzt nicht vom Thema abweichen.

Die Nacht im Bambushaus war etwas ungewohnt, da ich sonst immer allein geschlafen hatte. Dazu kamen die Geräusche von den Insekten und der Hahn aus dem Dorf. Der mochte es wahrscheinlich nicht, wenn man mehr als eine Stunde am Stück schlief.

Die einzig gute touristische Sache, die Toiletten waren an unsere in Europa angepasst. Klopapier musste man selber mitbringen.

Der Weg Nach Laos

Per Taxi (bei dem man auf der Ladefläche sitzt) ging es am nächsten Tag zum Busbahnhof und von da nach Chiang Rai. In Chiang Rai hatte ich das Glück, dass ich gleich meinen Anschlussbus nach Chiang Khong (Grenzstadt Laotisch-Thailändische Grenze) bekam. Dieser Bus war wieder etwas älter und alles was nur klappern kann, klapperte. Der Bus fährt mit offenen Fenstern und Türen, die Sitze sind nicht wirklich breit und die Beinfreiheit lässt zu wünschen übrig. Um halbwegs bequem zu sitzen, ragen meine Beine in den Gang des Busses, die ich dann jedes mal beim Ein- und Aussteigen der Anderen einziehen muss. Doch das ist genau so wie ich reisen möchte, so authentisch wie möglich und günstig dazu. Bedenken zur Sicherheit hab ich nicht.

Von Chiang Khong Zentrum geht’s dann per Tuk Tuk (150 THB) zum Grenzübergang. Hier gab es keine Probleme. Ich lag in der Zeit und bekam meinen Ausreisestempel. Der laotische Grenzübergang liegt auf der anderen Seite des Flusses Mekong. Soweit ich weiß kann man da nicht rüber laufen. Daher blieb mir nichts anderes übrig als den Bus für 20 THB zu nehmen. Der Fuhr dann bis zur laotischen Grenze. Hier kann man dann noch Geld tauschen, da man für die Visagebühren 30$ braucht. Man kann auch seine letzten Thailändischen Baht in Laotische Kip tauschen. Am Visaschalter fühlt man dann die Arrival-Karte aus und gibt diese mit samt einem Passbild und Reisepass am Schalter ab. Dann geht man 10 Meter nach Links an den zweiten Schalte. Dort bezahlt man seine Visagebühren und bekommt dann den Reisepass inklusive Visastempel zurück. Wie lang das ganze dauert ist stark abhängig daovon, wieviel los ist und wieviel sich bei der Bearbeitung Zeit gelassen wird. Ich war nach ca. 10 Minuten inklusive ausfüllen der Karte fertig.

Das war jetzt etwas viel Theorie aber vielleicht hat der ein oder andere von euch mal das gleiche vor. Dann kann das sicherlich hilfreich sein, auch wenn es nicht wirklich ausführlich ist. Es ist aber kein Problem und relativ einfach.

Vom Grenzübergang ging es per Taxi in die nahegelegene Stadt Huay Xai. Doch hier musste ich erstmal warten, da der Taxifahrer nicht extra wegen einer Person fahren wollte. 30 Minuten dauerte es bis endlich mal noch zwei Personen kamen. Es waren Andy und Gail, ein Ehepaar aus England. Die beiden sind bereits seit 6 Monaten unterwegs und wollen insgesamt ein Jahr lang die Welt bereisen. Ich beschloss mich den beiden anzuschließen, um eine Unterkunft für die Nacht zu finden. Bei der ersten Unterkunft hatten wir leider kein Glück. Diese wird im Reiseführer beworben und ist dazu noch sehr günstig (ca. 3 Euro pro Nacht). Doch Huay Xai hat genügend Unterkünfte und so hatten wir schon bei der zweiten Unterkunft Glück.

Taxi nach Huay Xai

Taxi nach Huay Xai

Die beiden erzählten mir auch von „Gibbon Experience“. Kurzfristig entschied ich mich dazu die beiden zu begleiten und so lernte ich an dem Abend noch James aus Portland/USA kennen, der ebenfalls dort hin wollte.

Was es mit „Gibbon Experience“ auf sich hat und was ich dort erlebt hab, berichte ich euch demnächst.

 

 

 

Nach Ko Tao geht es in den Norden Thailands

Nachdem ich auf Ko Tao meinen Advanced Open Water Diver beendet hatte, musste ich weiter weil am 14.05. mein Visum für Thailand ausläuft. Ich hab mir nur das Visa über 30 Tage geholt, die es ganz normal beim Visa on Arrival am Flughafen gibt. Da die Zeit so langsam knapp wurde und ich noch in den Norden Thailands wollte, um dann dort nach Laos zu wechseln, entschied ich mich dazu Krabi und ein paar Inseln im Süden vorerst wegzulassen. Ich buchte ein Ticktet für die Fähre nach Chumphon mit einem anschließenden Bus nach Bangkok.

Transfer Ko Tao - Bangkok

Transfer Ko Tao – Bangkok

Erst in Bangkok bei der Ankunft am Busbahnhof entschied ich wie es weitergehen sollte. Zur Auswahl standen, in Bangkok mein Visum für Vietnam zu beantragen und dann in der Nähe von Bangkok bleiben um das Visum dann abzuholen, Khao Yai National Park, Ayuthaya oder Kanchanaburi. Für letzteres entschied ich mich dann. Ich hörte, dass es da auch einen Nationalpark mit Wasserfällen geben sollte und hatte auch Bilder dazu gesehen. Als ich früh um 5 in Bangkok ankam, fuhr glücklicherweise gleich der nächste Minibus (ca. 15 Sitzplätzen) nach Kanchanaburi. Die Fahrt dauerte knapp 2 h und kostete 100 THB, echt ein Schnäppchen. Zu meinem Erstaunen gab es in dem Minibus sogar Wifi mit einer angenehmen Geschwindigkeit. Allgemein hatte ich bisher kaum Probleme, da fast jede Unterkunft oder auch fast jedes Restaurant hier mit Wifi wirbt. In Kanchanaburi kaum aus dem Bus ausgestiegen, schon stand ein Taxifahrer neben mir der mich gern fahren wollte. Da ich mir eh noch keine Unterkunft rausgesucht hatte und nicht gleich wusste wo ich hin sollte, ließ ich mich gleich zu einer günstigen Unterkunft fahren. 250 THB die Nacht, sauber und Zentrum nah, endlich bin ich mal auf einem Preisniveau angekommen bei dem ich mit den geplanten 30 Euro pro Tag hinkomme. Vorher hab ich das nicht wirklich geschafft, da ich viel in Touristengegenden war, wo es allgemein etwas teurer ist und zweitens war ich in der Anfangszeit mit Tobi und Sonja unterwegs. Da sie im Urlaub waren, gönnten Sie sich natürlich bessere bzw. gehobenere Unterkünfte.

Unterkunft in Kanchanaburi

Unterkunft in Kanchanaburi

Als ich gegen 8 Uhr eincheckte wollte ich mich erst nochmal hinlegen, da ich in dem Bus nicht ganz so gut schlafen konnte. Doch die Tage sind hier eh schon so kurz. Normalerweise geht die Sonne so gegen 6 auf, aber schon wieder gegen 18:30 unter. Ich packte meinen Tagesrucksack und mietete mir ganz in der Nähe einen Roller, weil ich zum „Erawan Waterfall“ wollte. Auf der Fahrt dort hin merkte ich dann die Müdigkeit. Immer wieder fielen mir, trotz Fahrtwind im Gesicht, die Augen zu. Das kenn ich sonst nur vom Auto fahren wenn ich früher immer nach Nürnberg gefahren bin. Doch dann war ich endlich in der Nähe. Gefunden hab ich Ihn trotz Beschilderung nicht. Doch mir fiel ein Schild von einem anderen Wasserfall auf. Um die 50 km. Das war mir zu weit. Trotzdem wollte ich einfach mal in die Richtung fahren um auch mal etwas ländlichere Gegenden zu sehen.

Auf dem Weg zum WasserfallAuf dem Weg zum Wasserfall

Der Sprit wurde weniger. Irgendwann war ich dann doch zu weit gefahren und ich musste mir eingestehen, es gibt kein Zurück mehr. Ich konnte nur hoffen, dass innerhalb der nächsten Kilometer irgendwas ist, wo ich Benzin kaufen kann. Zwischendurch sprach ich einen Einheimischen an, der mich aber nicht wirklich verstand und dann auch nur irgendetwas von 40 Kilometern sagte. Das wird verdammt eng dachte ich mir und schieben bei der Hitze, darauf hatte ich keine Lust. Ich malte mir schon aus, wie der Roller hinten auf einen Pick Up verfrachtet und samt mir zur nächsten Tankstelle gefahren wird. Ein paar Kilometer später sollte ich von meinen Befürchtungen erlöst werden. Es war zwar keine richtige Tankstelle, doch immerhin standen vor einem kleinen Laden ein paar Fässer. Aus denen pumpte mir der Besitzer ein paar Liter Benzin, nachdem ich ihm mit Händen und Füßen erklärt hatte was ich wollte. Geschafft. Da alles nochmal gut gegangen ist und ich wusste wo ich tanken kann, wollte ich noch weiter fahren und außerdem waren es nur noch um die 12 Kilometer bis zum nächsten Wasserfall.

Meine Tankstelle

Meine Tankstelle

Nachdem ich 300 THB Eintritt für den Nationalpark bezahlt hatte, kam auch schon das Schild „Maekhamin Waterfall“. Auf den ersten Blick war der Wasserfall ein Reinfall. Kaum Wasser und nicht wirklich lohnenswert die Kamera extra auszupacken. Das Problem ist einfach, dass ich zur falschen Jahreszeit unterwegs bin um spektakuläre Wasserfälle zu sehen. Doch es ging neben dem Wasserfall noch weiter nach unten. Hier konnte man dann auch baden und unter einem weiteren kleineren Wasserfall duschen. Der Weg hatte sich letztendlich doch gelohnt.

Waterfall 2 Waterfall

Auf dem Rückweg das gleiche Spiel. Immer wieder fielen mir die auch zu. Zum Ende hin musste ich wieder zittern den Roller nicht schieben zu müssen. Es gab zwar Tankstellen doch die waren entweder geschlossen oder hatten nicht das was ich brauchte. Am Ende ging doch wieder alles gut. Mit neu gefühlten Tank machte ich mich dann noch auf die Suche nach der „Death Railway Bridge“. Über 30 Minuten suchte ich die Brücke. Doch Sie war nirgendwo aufzufinden, bis ich dann an einem Schild vorbei kam, auf dem ich sah, dass ich im falschen Ort bin. Im richtigen Ort angekommen, fand ich Sie dann doch recht schnell. Die Brücke wird noch vom Zug befahren, kann aber auch zu Fuß erkundet werden. Es wurde langsam dunkel und so besuchte ich noch den Nachtmarkt von Kanchanaburi bevor ich zu meiner Unterkunft zurückkehrte.

Death Railway Bridge

Death Railway Bridge

Death Railway Bridge

Death Railway Bridge

Am nächsten Morgen ging es dann per Mopedtaxi zum Busbahnhof, da es zum laufen dann doch zu weit war. Wieder mal hatte ich Glück, dass der Bus 10 min nach meiner Ankunft am Busbahnhof abfuhr und ich so nicht lange warten musste. Es ging mit einem öffentlichen Bus von Kanchanaburi nach Subphanburi. Ich hätte fast noch den Ausstieg verpasst, weil ich die letzten paar Kilometer müde wurde und mich auf meine Rucksack lehnte. In Subphanburi musste ich dann in einen Minibus nach Ayuthaya umsteigen, denn das war mein nächstes Ziel. In dem Minibus gab es diesmal kein Wifi, dafür aber ein Fernseher. Aus irgendeinem Grund schaffte es der Fahrer nicht, die Sprache auf Englisch umzustellen und so mussten wir den Film auf Thai mit Thai Untertitel schauen.

Bus von Kanchanabur nach Subphanburi

Bus von Kanchanabur nach Subphanburi

Bus Innen

Nach ca. 1 ½ Stunden erreichten wir Ayuthaya. Diesmal lehnte ich eine Fahrt mit dem Taxi ab und wollte stattdessen zu Fuß mit Hilfe meines Reiseführers eine Unterkunft suchen. Mit ca. 20 Kilo Gepäck auf dem Körper verteilt, dazu noch die Hitze und nicht wirklich zu wissen wo man ist, kein leichtes Unterfangen. Auf Verdacht lief ich los, mit einer leichten Ahnung zu wissen wo ich mich im Moment auf der Karte befinde. Nach einer Weile erreichte ich ein Guesthouse, dass für diese Nacht dann auch gleich meins sein sollte. Von hier aus startete ich noch eine kleine Tour zu Fuß und besichtigte die Tempelanlage „Wat Maha Tat“. In der Altstadt von Ayuthaya gibt es viele alte Tempelanlagen, die allerdings im Siamesisch-Birmanischen Krieg teilweise zerstört und aufgegeben wurden. Diese sind heute als Geschichtspark Ayuthaye geschützt und zählen zum UNESCO Weltkulturerbe. Am nächsten Tag entschied ich mich gegen die Abreise bzw Weiterreise nach Sukhothai. Ich bin zu einem Fahrradverleih und holte mir ein Fahrrad (40 THB / Tag), weil man damit einfach schneller ist und größere Strecken zurücklegen kann. Außerdem kühlt der Fahrtwind etwas. Damit bin ich dann erstmal zum Bahnhof gefahren, um mir ein Ticket für den Nachtzug nach Chiang Mai zu kaufen. Danach nahm ich noch an einer vom Guesthouse organisierten Tuk Tuk-Fahrt teil, die einen Teil der weiter entfernten Tempelanlagen abfuhr. Am Nachmittag hatte ich dann nochmal Zeit mit dem Fahrrad zu fahren.

Wat Phu Khao Thong

Wat Phu Khao Thong

Wat Phrasisanpeth

Wat Phrasisanpeth

Wat Phrasisanpeth

Wat Phrasisanpeth

Wat Maha Tat

Wat Maha Tat

Wat Maha Tat

Wat Maha Tat

Wat Lokayasutha

Wat Lokayasutha

Abends um 21:30 Uhr fuhr dann der Zug mit einer halben Stunde Verspätung los. Ich hatte mir ein Bett im Schlafwagen gebucht. So konnte ich bequem über Nacht fahren und sparte mir die Kosten für eine weitere Übernachtung. Das Bett war nicht sehr breit aber trotzdem bequem. Der Wagen war klimatisiert. Was beim Einsteigen noch angenehm war, fühlte sich von Stunde zu Stunde immer mehr an, als wäre ich in einer Kältekammer. Das Gepäck war zum Glück in der Nähe und so konnte ich mir in der Nacht noch was überziehen. Nach ca. 12 Stunden erreichte ich Chiang Mai im Norden von Thailands.

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Mein Bett im Nachtzug nach Chiang Mai

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Jetzt bin ich schon wieder 1 1/2 Tage in Chiang Mai. Morgen gehts auf eine 2 Tägige Dschungel Tour und am 14.05. gehts dann nach Laos.

Roller Fahrrad DSC_1352

Tauchen auf Ko Tao

Heute möchte ich euch darüber berichten, wie ich zu meinem Tauchschein kam.

 

Die ersten Überlegungen

Schon lange vor Reisebeginn hatte ich mir überlegt, den Tauchschein in Thailand zu machen, da ich gehört hatte, dass es dort viel günstiger sei. Außerdem habe ich ja noch im Hinterkopf, dass ich in Australien am Great Barrier Reef tauchen möchte, solang es dieses noch gibt.

Mein erster Plan war es den Tauchschein auf Ko Samui zu machen, da dort meine Eltern im Urlaub sind und ich sie dort besuchen wollte. Dadurch blieben mir auf Ko Samui ja ein paar Tage mehr als anderswo.

Doch es kam ganz anders. Schon in Bangkok erzählte ich meine Pläne in einem Reisebüro, dass ich von Bangkok gern nach Ko Samui möchte um dort meinen Tauschschein zu machen, danach weiter nach Krabi und Phuket. Schnell wurde mir klar gemacht, dass die Tauchgebiete von Ko Samui nicht so toll sein sollen und ich doch lieber zuerst nach Ko Tao gehen soll um dort den Schein zu machen, dann nach Ko Samui um meine Eltern zu besuchen. Zum Schluss kann ich dann immer noch nach Krabi und dort könnte man auch super tauchen gehen wenn ich das möchte. Das Ganze war für mich einleuchtend und der Kerl hatte sicherlich mehr Ahnung als ich, auch wenn es kein Thai sondern ein Kanadier war.

Also ging es für mich schon ein paar Tage später per Nachtbus von Bangkok nach Chumphon (ca. 6 h) und von dort, nach knapp 3 stündiger Wartezeit (von ca. 3 – 6 Uhr), mit der Fähre weiter nach Ko Tao (ca. 2,5 h).

Ko Tao ist echt eine kleine aber feine Insel und liegt im Golf von Thailand. Wirklich viele Straßen gibt es hier nicht und man fährt schnell per Roller von einem zum anderen Ende (Länge 7,5 km Breite 3,5 km). Das hab ich natürlich dann auch noch gemacht.

 

Der Weg zum Open Water Diver

Meine Unterkunft und gleichzeitig auch Tauchschule war das Crystel Dive Resort. Ich kann schon vorweg nehmen, dass die Zimmer teilweise in einem eher älteren Zustand sind, für mich aber völlig ausreichend. Die Übernachtungen sind bereits in der Gebühr vom Tauchschein enthalten. Außerdem wollte ich ja den Tauchschein machen und nicht in einem 5 Sterne Hotel übernachten. Dafür war der Ablauf der Schulungen und der Tauchlehrer Dirk S. super. Das ist das, was für mich zählt. Ich brauch im Notfall eine Person bei der ich mich gut aufgehoben fühle, auf die ich mich unter Wasser verlassen kann, und keine Klimaanlage im Zimmer.

Am Tag meiner Ankunft ging es leider noch nicht los, da ich unbedingt einen deutschen Tauchlehrer haben wollte, um auch alles besser zu verstehen. Gerade wenn es dann um Fachbegriffe geht und vorher war ich auch noch nie tauchen. Der deutsche Kurs ging dann aber am nächsten Tag nach dem Mittag los. An diesem Tag hatte ich dann aber noch Zeit mich mit Sonja und Tobi zu treffen, die ich auf der Fähre kennengelernt hatte. So konnte ich auch endlich, nach über einer Woche mein deutsch aufbessern. Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, dass mich diese beiden auch noch in den nächsten Tagen begleiten würden.

Der Kurs begann erstmal mit Videos schauen, die das Wichtigste erklären und danach gab es dazu noch Vertiefungsfragen, da wir 2 Tage später darüber ein Examen schreiben mussten. Das Ganze ging dann auch von 13 bis ca. 18.30 mit kurzer Pause.

Wer jetzt denkt Examen…Oh Gott, der muss ich keine Sorgen machen. Ich dachte genauso. Letztendlich muss man 50 Ankreuzfragen beantworten, die aber nicht wirklich schwer sind. 12 davon darf man falsch beantworten und es ist auch immer nur eine Antwort richtig.

Am gleichen Tag war auch der „Earth Day“ (22.04). Aus diesem Grund gab es von Crystel Dive ein wirklich sehr leckeres Thai BBQ, das auch noch kostenlos war…gut für die Reisekasse.

Wie schon in den Tagen vor meiner Abreise, war ich auch an diesem Tag etwas tollpatschig. Ich hatte meinen Schlüssel im Zimmer vergessen und sperrte mich somit aus. Das ganze ging dann aber doch recht schnell. Nach einer kurzen Info an der Rezeption, bekam ich den Ersatzschlüssel und konnte mir aufsperren.

Am nächsten Tag sollte es in den Pool gehen. Aufgeregt war ich nicht wirklich und ich freute mich auf die bevorstehenden Erfahrungen. Als erstes mussten wär nach kurzer Einführung unsere Tauchausrüstung 4-mal auf- und abbauen. Danach durften wir diese anlegen und es ging in den Pool.

Gefühlt ging alles sehr schnell. Der Tauchlehrer erklärte ein paar Übungen, die wir dann unter Wasser ausführen sollten. Bei mir stieg die Anspannung, da hieß es dann auch schon: „wir tauchen ab, genießt die ersten paar Minuten unter Wasser und wie es ist, dort zu atmen“. Gefühlt war ich der Letzte der mit dem Kopf unter Wasser gegangen ist, aber auch der erste der wieder auftauchte. Beim ersten Mal war ich maximal 10 Sekunden unter Wasser, dann wurde mir das alles zu viel und ich musste wieder hoch. Dabei hab ich an meinen Bruder denken müssen, der einen Schnuppertauchkurs machte und sagte es sei nichts für Ihn. Nach diesen 10 Sekunden wusste ich was er damit meinte und ich war schon kurz davor alles hinzuschmeißen. Es war einfach ein komisches Gefühl unter Wasser zu atmen, irgendwie erdrückend. Teilweise schon wie Panik und dann noch das Gefühl sich unter Wasser nicht mitteilen zu können weil man nicht sprechen kann. Doch der Tauchlehrer und seine „Helfer“ redeten mir gut zu, dass es normal sei und es nicht immer beim ersten Mal klappen kann. Ich entschied mich weiter zu machen, aufgeben wollte ich nicht so einfach und immerhin war der ganze Kurs schon bezahlt. Im Laufe des Tages wurde dann alles besser und ich bleib so lang wie die anderen unter Wasser. Selbst die Übungen klappten reibungslos. Diese waren zum Beispiel die Maske unter Wasser bis auf Augenhöhe mit Wasser zu fühlen und dieses dann wieder ausblasen oder auch die Maske ganz abnehmen.

Nach diesem Tag hatte ich dann aber mehr als Respekt vor dem nächsten Tag, da sollte es dann ins Meer gehen. Der kam dann schneller als erhofft. Schlecht geschlafen und nur Mist geträumt. Ich denke die Nervosität war mir anzumerken. Andauernd stellte ich irgendwelche Fragen „was tun wir wenn…“, „Was kann da passieren…“. Mein Tauchlehrer war aber gelassen und versuchte mich zu beruhigen. Das wäre ihm auch gelungen aber ich machte mir selber zu viel Stress. „An diesem Tag 2 Tauchgänge und morgen nochmal“ das war mir in diesem Moment einfach zu viel.

Zwölf Uhr Mittag legte das Boot ab, wirklich Lust hatte ich nicht. Doch Angst war sicherlich auch im Spiel. Am Tauchplatz angekommen, keine 15 min später schon in voller Montur im Wasser. Mein Puls schoss nach oben als es hieß „fertig zum abtauchen…und los“. Mein Kopf war gerade so unter Wasser, da musste ich wieder hoch. Es ging einfach nicht. Doch ich wollte mir beweisen, dass ich das kann. Ein paar Anläufe hab ich dann noch gebraucht. Letztendlich hab ich für die 12 Meter Abstieg ca. 10-15 min gebraucht, weil ich Probleme hatte, den Druck in den Ohren auszugleichen. Unten am Meeresboden war dann alles super und ich fühlte mich wohl. Nach knapp 35 min war der Tauchgang zu Ende und ich war schon heiß auf den nächsten. Bei dem zweiten Tauchgang verlief dann auch der Druckausgleich besser, aber noch nicht zufriedenstellend.

Alltag auf dem Tauchboot

Eine blöde Sache ist dann an dem Tag trotzdem noch passiert. In dem Beutel in dem meine Sachen lagen, unter anderem auch mein Handy, dort legte ich eine kalte Wasserflasche hinein. Diese ist dann angelaufen und das Kondenswasser sammelte sich unten in der Tüte im Handy. Wie Ihr euch sicherlich vorstellen könnt, war das für das Handy nicht so gut ist (außer ihr habt ein wasserdichtes). Ausschalten und trocknen. Am nächsten Tag war dann aber glücklicher weise wieder alles in Ordnung.

Vom ersten Tag hatte ich noch Probleme mit dem Ohren, einen leichten Druck wie wenn man noch Wasser immer Ohr hatte. Ich konnte die beiden Tauchgänge trotzdem ohne Probleme durchführen.

Die beiden Tauchgänge an diesem Tag gingen dann auch viel zu schnell rum. Die anderen hätten noch unten bleiben können, denn ich war immer derjenige der die meiste Luft gebraucht hat.

Das Examen am Vortag hatte ich auch bestanden und so bin ich jetzt Open Water Diver und darf bis auf 18 Meter runter tauchen.

 

Nach dem Open Water Diver kommt der Advanced Open Water Diver

Doch das soll noch nicht ganz das Ende sein. Natürlich versuchte mein Tauchlehrer mir das Tauchen schmackhaft zu machen und mich für weitere Kurse zu begeistern. Doch ich musste erstmal weiter nach Ko Samui, da ich hier schon vorgebucht hatte und meine Eltern sehen wollte.

Von Ko Samui ging es dann noch weiter nach Ko Phangan. Erst hier entschied ich mich dann nochmal zurück nach Ko Tao zu gehen um dort meinen Advanced Open Water Diver zu machen. Den hab ich natürlich auch geschafft. Über besondere Ereignisse gibt es hier nichts zu schreiben. Wir haben unter anderen einen Nachtauchgang und einen Tauchgang zu einem Wrack absolviert.

 

Wrack

 

Den einen oder anderen interessieren sicherlich noch die Kosten:

Open Water Diver: 9500 THB inkl. 3 Übernachtungen

Advanced Open Water Diver: 8500 THB inkl. 2 Übernachtungen (abzgl. 10 % wenn man den Open Water schon bei Crystel Dive gemacht hat)

Zum Schuss kann ich jedem nur empfehlen es selbst einmal auszuprobieren…und wenn ihr es probiert, dann nicht gleich aufgeben 😉

Fische

Meine Tauchgruppe beim Advanced Open Water Diver

Fische Fische

Mein Tauchlehrer Dirk und ich.

Mein Buddy Liona und Ich

Mein Buddy Liona und Ich

Fische Seegurke Fische Trigger Fish

Die letzen Tage in Deutschland, Bangkok das erste Ziel (m)einer langen Reise

Vorerst letzter Tag in Deutschland…

Nachdem die letzten Tage recht Turbulent waren, habe ich es doch noch nach Frankfurt geschafft.

Mit Turbulent meine ich den Schlüsseldienst den ich brauchte, weil ich für den Umzug den Wohnungsschlüssel vergessen hatte. Eine Wohnungsübergabe die Aufgrund von nicht weisen der Wände platzte und wiederholt werden musste. Ein paar Tage vor Stilllegung des Autos habe ich mir die Ölwanne zerfahren. Die musste aber noch repariert werden, um nach Nürnberg zur Wohnungsübergabe zu fahren. Zu guter Letzt hat mich bei meiner letzten Radtour in Deutschland ein Viech gestochen, das mein Bein so stark anschwellte und schmerzte, dass ich nicht mehr richtig laufen konnte. Am Wochenende war natürlich auch kein Arzt anzutreffen. Daher entschied ich mich ins Krankhaus zu fahren. Zum Glück hatte ich kein Fieber und der Fuß bzw. die Wade war nicht über das Knie hinaus angeschwollen, sonst hätten die mich dort behalten. Nach zwei Spritzen und einer Packung Antibiotika war alles erledigt.

Natürlich hatte ich an diesem Tag keine wirkliche Lust mehr zu packen. Das Auto musste ja auch noch untergestellt werden. Letztendlich verteilte sich das Packen der beiden Rucksäcke auf 3 Tage und ganz ehrlich, sogar ohne Packlisten. Ich hab mir vorher schon Gedanken gemacht was ich mitnehmen möchte und hier und da mal eine Packliste gelesen. Beim Packen bin ich dann aber einfach mit der Einstellung: „ Ich kann dort alles nachkaufen“ ran gegangen. Das lässt einen viel lockerer werden. Wichtig war, dass ich Papiere, Kreditkarten, Tablet und Kamera einpacke. Alles was Klamotten angeht, kann man sich ja wirklich für kleines Geld nach kaufen. Mit der Einstellung hab ich es dann auch gleich beim ersten Mal geschafft, nicht über die von mit gesteckten 15 Kilo zu kommen. Zu den 15 Kilo kommt dann noch das Handgepäck dazu. Klar kann ich im Flugzeug 30 kg mitnehmen, doch das muss ich dann später auch alles schleppen.

Rucksack packen

Selbst am letzten Tag hatte ich nochmal einen straffen Zeitplan: Auto abmelden, wegen meinem Bein nochmal beim Arzt melden, ein altes nicht mehr benötigtes Konto auflösen.

Am Nachmittag wurde ich dann von einer Freundin abgeholt. Eigentlich wollte ich zu Ihr laufen und mich so innerlich von meinem Heimatort verabschieden. Leider war es durch meinen angeschwollenen Fuß, der immer noch wehtat, nicht möglich.

Am nächsten Tag haben wir uns zusammen die Stadt angeschaut bzw. wurde mir das wichtigste gezeigt. Ein Highlight davon war die Aussicht vom Maintower.

Die Zeit verging wie im Flug und durch diese Ablenkung hatte ich, wie auch die Tage zuvor nicht wirklich Zeit darüber nachzudenken was mir bevor steht. Doch dann war es soweit. Zurück in die Wohnung, den vorerst letzten Döner essen, Sachen packen, duschen und per Auto Richtung Flughafen. In diesen paar Minuten war ich kein wirklich guter Beifahrer, da ich damit beschäftigt war die vielen Nachrichten von Freunden und Bekannten zu lesen und zu beantworten. Dort angekommen ging dann alles schnell. Bei Abgabe des Gepäcks gab es noch Unstimmigkeiten, da mein Weiterflug erst im Juli aus Singapur erfolgt, ich aber bei der Einreise in Thailand nur ein 30 Tage Visum bekomm. Wieder ein Rückschlag so wie in den letzten Tagen? Ich überlegte, wenn alle Stricke reißen kurzfristig noch ein günstiges Flugticket für die Ausreise zu buchen, das man dann verfällen lässt oder ggf. kostenlos stornieren kann. Letztendlich ging aber alles gut. Kaum das Gepäck abgegeben, schon saß ich in der Maschine. Das Flugzeug rollte pünktlich 22:20 auf die Rollbahn. Doch wirklich Schlaf finden konnte ich nicht. Das Programm im Flugzeug verhalf mir wieder nicht weiter darüber nachzudenken was mir bevor steht. Kurzer Zwischenstopp in Dubai, Platzwechsel und endlich der ersehnte Fensterplatz. Von Dubai nach Bangkok konnte ich auch nicht wirklich Schlaf finden. Dafür genoss ich das Essen und dazu, wie soll es bei mir auch anders sein, ein Bier.

 

Ankunft in Bangkok…

Sanfter als in Bangkok bin ich wahrscheinlich noch nie gelandet und das ist nicht ironisch gemeint.

Eher unbeholfen und doch Zielsicher steuerte ich die Gepäckausgabe an. Wie schon in Dubai ist als kinderleicht beschrieben. Bevor ich meinen Rucksack abholen konnte, bekam ich noch den Stempel für mein Visum in meinen Reisepass. Der Rucksack war dann auch recht schnell da. Nun hieß es Geld holen um dann das Taxi bezahlen zu können. Am Geldautomaten kinderleicht und auch kein Problem. Nur leider hatte ich mich bei der Umrechnung vertan. Ich holte mir lediglich 500 THB, also ca. 16 Euro. Das Taxi zu meiner Unterkunft kostete schon 420 THB. So blieb nicht mehr viel übrig. Ich kam am 15.4. in Bangkok an, am letzten Abend des Songkran Neujahrsfestes der Thai. Nach Ankunft in meinem Hostel wollte ich sofort auf die Straßen um mir das ganze näher anzuschaun. Doch das sollte mir erstmal verwehrt bleiben. Beim bezahlen der Unterkunft fiel mir zu meinem Schrecken auf, dass eine meiner beiden Kreditkarten fehlte. Im Zimmer durchsuchte ich nochmals meine Taschen und mein Handgepäck. Ich versuchte mich zurück zu erinnern wann ich sie das letzte mal gesehen hab. „Du Depp hast die am Bankterminal am Flughafen stecken lassen“. Sofort Panik, was ist zu tun? Natürlich, ich muss der Sperren lassen. Zum Glück hatte ich mir die Kreditkartennummer notiert. Über Wlan suchte ich mir noch die passende Telefonnummer raus. Mein Handyguthaben reichte auch nicht mehr wirklich lang. So musste ich erst hier noch etwas über Onlinebanking drauf laden.

Der erste Anrufversuch klappte auf Grund der schlechten Sprachqualität nicht. Anscheinend war das Netz überlastet. Der zweite Anruf war dann schon viel besser, wurde aber abgebrochen nachdem mein Guthaben von über30 Euro aufgebraucht war. Aber ist ja klar wenn mich die Minute über 2 Euro kostet. So hieß es wieder Geld aufs Handy laden und neuen Versuch starten. Auch der dritte Versuch sollte ohne Erfolg bleiben. Man stellte mich in die Warteschlange. So Verging Minute für Minute bis ich dann selber auflegte. Ich war der Verzweiflung nahe. Was ist wenn jemand die Karte hat und unbefugt mein Konto plündert? Ich dachte die letzten Tage und Wochen waren teilweise schlimm, doch das toppt alles. Gedanken wie „Soll ich den Trip abbrechen, wer weiß was sonst noch passiert“ schossen mir durch den Kopf. An meiner Situation konnte ich nicht wirklich etwas ändern. Nach über 60 Euro die ich vertelefoniert hatte, wieder Geld aufladen und es passiert wieder nichts? Das ergab für mich keinen Sinn. Im Hostel wollte man mir auch nicht wirklich helfen, da es eine Ausländische Nummer war. Inland wäre kein Problem gewesen. Ich versuchte mich zu beruhigen und schrieb meine Bankberaterin per Mail an. Danach ging ich auf die Straßen um mich noch ein wenig abzulenken. Meiner Meinung nach hatte ich alles getan. Auf den Straßen herrschte ein buntes treiben und Gedränge. Menschen bespritzen sich mit Wasser und waren glücklich. Am Anfang wurde ich noch verschont. Doch als die Menschen sahen, dass ich schon ein paar Tropfen abbekommen hatte, konnten auch diese sich nicht zurückhalten um mich nass zu spritzen. Mit einem Lächeln erwiderte ich ihre Aktion um zu zeigen, dass ich mich freute ein Teil von Ihnen und ihrer Feierlichkeit zu sein.

In den darauffolgenden Tagen besuchte ich verschieden Tempel, unter anderem Wat Pho und Wat Phra Kaew, den Chatuchak Market der einer der größte der Welt sein soll.

Wat Phra Kaew

Wat Phra Kaew bei Nacht

Wat Pho

Wat Pho

Big Buddha

Big Buddha

Schuhe aus im Tempel

Schuhe aus im Tempel

Ich nutze etliche öffentliche Verkehrsmittel, war aber auch viel zu Fuß unterwegs und probierte verschiedene asiatische Leckereien.

 

Thai Food

Thai Food

Nach Bangkok folgt die Insel Ko Tao

Da ich aber nicht ewig in Bangkok bleiben möchte, buchte ich mir eine Fahrt im Bus von Bangkok nach Chumphon im Süden Thailands. Von hier aus ging die Fähre weiter auf die Insel Ko Tao. Die Unterkunft für die nächsten 4 Nächte ist gebucht und der Kurs für meinen Tauchschein steht an. Auch freue ich mich bei der Hitze von über 30 Grad endlich mal einen Sprung ins kühle Nass zu wagen.

 

Das solls vorerst erstmal von mir gewesen sein 😉

Hier noch ein paar wenige Eindrücke für euch:

Khaosan Road

Khaosan Road

Demokratie Denkmal

Demokratie Denkmal

Bangkok Skyline

Bangkok Skyline

Bangkok Skyline

Bangkok Skyline

Bangkok Chinatown

Bangkok Chinatown

Verkehr in Bangkok

Verkehr in Bangkok

Verkehr in Bangkok

Verkehr in Bangkok

 

 

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